Palermo (Italien) SUP Erfahrungen bzw. Scheitern ;)

Jeder der was auf sich hält, nutzt heutzutage Abkürzungen, um eine Aktivität, eine Sache oder sonstwas in ein Mäntelchen der Coolheit zu stecken. So auch AIDA. SUP steht hierbei für Stand up Paddeling – also stehend auf einem Surfbrett durch seichtes Gewässer paddeln 😉

Eigentlich hätte es mir eine Warnung sein müssen, als wir einen gefühlt 20 seitigen Fragebogen über unseren gesundheitlichen Zustand beantworten mussten. Auch die Ausschlusserklärung war sehr… sagen wir mal … nicht gerade beruhigend. Jedes dritte Wort hatte was mit Tod, Ableben, schwerste Verletzungen oder dass meine Erben AIDA nach meinem Ableben nicht verklagen zu tun. Im Nachgang hätte ich es einfach nicht lesen sollen. Aber nun war das Kind in den Brunnen gefallen oder in meinem Fall ins Wasser 🙂

Aber alles auf Anfang. Mit dem Bus ging es früh morgens in Richtung der Bucht, von woaus wir in unser feucht fröhliches Abenteuer starteten. Ich war der Ansicht, dass ich hätte das Kleingedruckte komplett gelesen (wir erinnern uns: der Tod wartet quasi schon auf mich ;)) allerdings ist es mir komplett durchgegangen, dass wir unsere Ausrüstung selber die 5.000 Stufen runter tragen müssen… ok es waren vielleicht nur 150 aber bei 30 Grad im Schatten und 20 kg Ausrüstung kam es einem wie 5.000 Stufen vor. Wobei mein größter Aufreger war: die Schnorchler mussten nichts runter tragen, wir haben das mit übernommen. Was sind wir nur für tolle Menschen. 😀

Nachdem wir schweißgebadet unten angekommen waren, gab es eine kurze Einführung. Mit jeder Silbe der Erklärung wurde mein mulmiges Gefühl stärker. Da wir eine große Gruppe waren, mussten wir uns aufteilen. Gerne überließ ich den Anderen erstmal den Vortritt. Dafür kam mir die Ehre zuteil, unseren Guide mit Öl einzureiben. Ja richtig: mit ÖL. Etwas seltsam vor meinem Freund einen anderen Kerl einzuölen. Aber andersrum wäre es wahrscheinlich noch seltsamer gewesen.

Ca. 1 Stunde hatten wir jetzt Zeit, um an den Klippen vorbei zu schnorcheln. Irgendwie ist Wasser doch nicht so mein Ding; zumindest die Bewohner konnten das anscheinend merken. Ich wurde nämlich gebissen. Von einem Fisch. Ja, jetzt nicht lachen, aber es war wirklich ein Fisch. Zumindest sagte das die Einheimische, die mein Schreien gehört hatte.

Und dann ging es rauf aufs Brett. Wie zu erwarten stellte es sich als einzige Katastrophe heraus. Es machte es auch nicht besser, dass der Guide mich als seinen neuen Liebling auserkoren hatte und es sich zum Ziel gesetzt hat, dass ich mich endlich hinstelle. Das permanente “Nadine du musst das so machen “ , “Nadine, guck mal so geht das” , “Nadiiiiiine”…. irgendwann, den Tränen vor Verzweiflung nahe, ist mir dann der Kragen geplatzt. Was mir ein empörtes “Nadine, was bist du denn jetzt so” einbrachte. Ich würde jetzt gerne einen Augenrollensmiley einfügen nur das ist leider nicht möglich 😀

Jedenfalls kannte man jetzt überall meinen Namen, weshalb ich an allen nachfolgenden Tagen überall an Bord mit Namen angesprochen wurde. 😉

Ende vom Lied, um das Thema SUP final abzuschließen war: ich hab mich einfach drauf gesetzt und bin so mitgepaddelt – ich bin schließlich der zahlende Kunde und der bestimmt ja bekanntlicherweise was gemacht wird. Und mein Muskelkater am nächsten Tag war eher ein Muskeltiger als ein Kater 😉

Bis bald

Nadine

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