AIDA Mittelmeertour 2015 Welcome aboard AIDAblu

Kreuzfahrten boomen immer mehr. Auch ich zähle mich zu den begeisterten Kreuzfahrtfahrern, allerdings gehöre ich nicht zu denjenigen, die ALLE ihre Urlaube auf dem Schiff verbringen. Grundsätzlich empfinde ich eine Kreuzfahrt als angenehmes Reisemittel, um in kürzester Zeit (in der Regel 10-14 Tage) möglichst viele Ziele zu entdecken. Sicherlich kann man von sich nicht behaupten, man hat eine Stadt oder gar ein Land kennengelernt aufgrund eines Landgangs von 8 Stunden.

Aber ich finde , es ist eine sehr charmante Möglichkeit, einen ersten Eindruck von einem Land, einer Stadt oder einer Region zu bekommen und so kann man anschließend entscheiden, ob man hier noch einmal für einen längeren Aufenthalt hin möchte. Und selbstverständlich ist mir bewusst, dass Kreuzfahrten neben dem Flugzeug die umweltschädlichsten Reisemöglichkeiten sind.

Wie dem auch sei: für den Sommer 2015 brauchte ich noch einen schönen Urlaub. Mir war persönlich schon klar, dass ich gerne nochmal eine Kreuzfahrt machen wollte. Mein Freund musste erst noch überzeugt werden  😉  Da ich schon ein wenig Erfahrungen auf diesem Gebiet hatte, konnte ich ihn relativ schnell von den Vorteilen überzeugen. Oder wie eine Freundin von mir erst sagte „Du hast echt das Talent, Dinge positiv zu verkaufen“ 😉

Also bin ich hergegangen  und habe aufgelistet, was für welchen Preis inkludiert ist und was  noch dazu kommt (Flug, Ausflüge etc.) und habe es ihm mit ganz konkreten Zahlen (nicht ins Blaue geschätzt sondern recherchierte Preise) vorgelegt. Da er keine Alternative gefunden hatte, wo man ähnliche Leistungen für weniger Geld bekommen konnte, habe ich diesmal gewonnen. 😉

Das Budget war diesmal ausschlaggebend und so sind wir auf der AIDA gelandet. Ich persönlich bin nicht der größte AIDA Fan. Mag sein, dass ich schon einfach zu sehr verwöhnt bin. Das Schiff an sich ist wirklich gut und für unsere Tour war es auch vollkommen ok, dass wir kein „All-in“ hatten. Bei 8 Landgängen von 10 Tagen macht es auch einfach keinen Sinn. ABER: ich persönlich bin ein großer Freund der Kulinarik. Und das ist leider im Vergleich zum großen Mitbewerber TUI deutlich abfallend. Frühstück und Mittagessen ging noch, aber spätestens zum Abendessen war ich genervt. Hier gibt es nicht die (kostenlose) Möglichkeit wie bei der MeinSchiff, sich zu den Mahlzeiten bedienen zu lassen. Stattdessen ist man gefühlt permanent in Bewegung (weil die Teller winzig sind) und wenn man noch Pech hat, ist dann der Tisch noch weg.

Zudem waren besondere Leckerbissen wie z. B. Scampis eine Rarität sodass sich die Menschen am Büffet den Teller dermaßen voll gepackt haben, als ob es kein Morgen gäbe. Blöd natürlich, wenn man so wie ich, direkt hinter so einer Person stand und ich nur noch zusehen konnte, wie  die vorhandenen 40 Garnelen auf dem Teller meiner Vorgängerin landete und ich sage und schreibe keine mehr abbekommen habe. Sowas ist mir bisher nirgend woanders passiert. Klar kann man sagen, dass das Schiff nichts für seine Gäste kann, aber ein Stückweit scheint der Preis der Kreuzfahrt doch das Klientel zu selektieren.

Um noch mal auf das Thema Mittelmeer Route zurück zukommen: wir hatten die folgenden Häfen auf unserer 10-tägigen Reise:

  • Mallorca (Start)
  • Olbia (Sardinien)
  • Palermo (Italien)
  • Neapel (Italien)
  • Rom / Civitaveccia (Italien)
  • Livorno (Italien)
  • Ajaccio (Korsika)
  • Barcelona (Spanien)
  • Mallorca (Ende)

(wer sich das Ganze einmal geografisch ansehen will, braucht nur einmal hier zu klicken – ich hoffe, das funktioniert, ansonsten einfach bei Google „AIDA Mittelmeer 10 Tage eingeben ;-))

Ich will ehrlich sein: nicht alle Ziele waren wirklich überaus spannend. Gerade Richtung Ende der Reise hatten wir nicht mehr wirklich Lust, in jedem Hafen etwas zu unternehmen. Ich werde auf jeden Fall versuchen, ein paar unserer Landgänge in den nächsten Artikeln etwas näher zu beschreiben. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen ja bei der eigenen Planung  für seine nächste Reise.

Hier noch ein paar Impressionen der Kabine:

SONY DSC
Balkonkabine
Blick vom Balkon nach innen – zugegeben, die Farben sind sehr gewöhnungsbedürftig
Unsere Unterkunft der folgenden 10 Tage

Fazit: alles in allem war es eine schöne Route, besonders im September. Zwar gab es den ein oder anderen Regentag aber es gibt halt keine Schönwettergarantien mehr. Das Schiff würde ich persönlich nur noch mal wählen, wenn das Budget knapp ist und die Anzahl der Seetage zu gering ist. Ansonsten würde ich persönlich wohl zu einer anderen Reederei tendieren.

Aber das Schöne ist ja, jeder hat da seine eigene Meinung, hat eigene Erfahrungen gesammelt. Hauptsache, euch gefällt es.

Bis dahin

Nadine

PS: ich bin tatsächlich schon in der Planung für Januar 2019… ich bin echt bekloppt 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.